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15.07.2010: Nach schwerem Unfall bald wieder auf dem Baugerüst

Berufsgenossenschaftliche Betreuung im Bergmannstrost

Bei dem Unfall an der ICE-Neubaustrecke in der Elsteraue südlich von Halle wurden im März dieses Jahres mehrere Arbeiter verletzt. Sieben von Ihnen lieferten die Rettungskräfte in die Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannstrost Halle ein.

Mit zwei Lendenwirbelbrüchen, einer Fraktur des Oberarmkopfes, Serien-Rippenbrüchen, einer Lungenquetschung und vielen Prellungen war Montageleiter Erwin Schneider der am schwersten verletzte Patient. Dr. Karsten zur Nieden, leitender Notarzt am Unfallort und ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes am Bergmannstrost konnte auch Kopfverletzungen zunächst nicht ausschließen.

1.800 Bilder des fest integrierten Computertomographen im Schockraum des Akutunfallkrankenhauses  BG-Kliniken Bergmannstrost brachten schnell Klarheit über den Gesundheitszustand des Patienten und die notwendigen bzw. möglichen Behandlungen. Auf eine Not-Operation konnte verzichtet werden. Erwin Schneider wurde auf die Intensivstation und später auf die Unfallchirurgie verlegt. Während seines gut zweiwöchigen Krankenhausaufenthaltes setzten sofort   alle notwendigen Maßnahmen zur Mobilisierung und Rehabilitation ein.

Im Servicezentrum der Gesetzlichen Unfallversicherung des Hauses koordinierte Heidrun Gube die Abstimmung mit der Berufsgenossenschaft. Ihr Angebot, nach der Erstbehandlung auch die Rehabilitation am Bergmannstrost zu absolvieren, nahm Erwin Schneider gern an. „Ich bin hier so gut betreut worden, dass eine andere Klinik für mich nicht in Frage kam. Ich wollte wieder nach Halle.“, sagt der  51-jährige.

Seit Juni bestimmen verschiedene physio-, ergo- und sporttherapeutische Behandlungen seinen Tagesrhythmus. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch die der medizinischen Psychologie. Dr. Klaus Fischer, Direktor der Klinik für Physikalische und Rehabilitative Medizin am Bergmannstrost erläutert, dass dieses Zusammenwirken aller Maßnahmen wesentliche Voraussetzung ist, um den Patienten den Wiedereinstieg in ihren Beruf zu ermöglichen. Das Verfahren „Trauma und Psyche“, das seit Jahren fester Bestandteil des  BG-Reha-Managements ist, half Erwin Schneider besonders, den schweren Unfall zu verarbeiten. So oft es geht, besucht er seine Kollegen auf der Baustelle und es steht für ihn fest, dass er wieder in seinem Beruf auf Montagegerüsten arbeiten will.

Im  August beginnt für ihn die Arbeits- und Belastungserprobung. Der gelernte Bauschlosser  wird erst vier Stunden täglich und dann von Woche zu Woche mehr auf der Baustelle der ICE-Trasse arbeiten. Der Rückhalt durch die begleitenden Reha-Maßnahmen gibt ihm die Sicherheit, dass er wieder in seinem Beruf Fuß fassen wird. Dieses Ziel der berufsgenossenschaftlichen Behandlung ist auch für ihn das Wichtigste.



Abstimmungen im Team sind fester Bestandteil des Reha-Managements am Bergmannstrost: Dr. Klaus Fischer, Dr. Karsten zur Nieden, Erwin Schneider, Heidrun Gube (v. li.)



15.07.2010


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