Medizinisches Angebot

 Projektionsradiographie

Das klassische Röntgen ist die bildgebende Diagnostik eines dreidimensionalen „Körpers“ (Patient) in einer zweidimensionalen Fläche und benötigt daher regelhaft die Darstellung in zwei Ebenen. Mit diesem Verfahren können alle knöchernen (ossären) Strukturen des menschlichen Körpers dargestellt werden. Zu den Indikationen gehören Frakturen oder Luxationen, zudem Tumoren, Entzündungen und insbesondere degenerative Erkrankungen in Folge von Unfällen beziehungsweise im Altersverlauf.

 Computertomographie

Die Computertomographie (CT) ist ebenfalls ein Röntgenverfahren und stellt Knochen sowie Weichteilstrukturen nach Kontrastmittelapplikationen dar. Vorteil der Computertomographie gegenüber dem klassischen Röntgen ist die überlagerungsfreie Darstellung der sogenannten 3. Ebene – axiales Schnittbildverfahren. Am Bergmannstrost erlauben modernste computertomographische Techniken zudem langstreckige Volumen-CT's mit Bewegungsanalysen, beispielsweise von Gelenken oder Herzuntersuchungen. Möglich ist zudem eine spezielle Hirn- und Entzündungsdiagnostik. Darüber hinaus ermöglicht die Computertomographie exzellente Interventionen zur Schmerztherapie bzw. zur Punktion von krankhaften Flüssigkeiten wie zum Beispiel Blutergüssen oder Eiteransammlungen.

Die Computertomographie-Abteilung an den BG Kliniken Bergmannstrost konzentriert sich auf drei wesentliche klinische Schwerpunkte:

  • Polytraumaversorgung - Versorgung schwerst- und mehrfachverletzter Patienten
  • Betreuung von schwerstkranken Patienten aus dem Brandverletztenzentrum, der Intensivstation, der Frührehabilitation sowie der Rückenmarkabteilung
  • Komplettversorgung ambulanter und stationärer Patienten.

Mit der Einführung des Konzeptes „Multislice-CT first“ in der Primärdiagnostik schwerstverletzter Patienten konnte die Zahl der Todesfälle, die statistisch in Abhängigkeit zur Verletzungsschwere zu erwarten sind, halbiert werden.

 Kernspintomographie

Die Kernspintomographie ist ein bildgebendes Verfahren, in dem für (Weichteil-) Gewebe des menschlichen Körpers Grauwertbilder erzeugt werden. Diese Methode ermöglicht es beispielsweise, Binnenstrukturen von Gelenken, Leber-, Milz- oder Hirnveränderungen darzustellen.

Am BG Klinikum Bergmannstrost wird ein Kernspintomographiegerät mit 3 Tesla Feldstärke und ein weiteres Kernspintomographiegerät mit 1,5 Tesla Feldstärke betrieben.

Mit dieser Geräteausstattung können alle klinischen Fragestellungen der Inneren Medizin, der Neurologie, der Neurochirurgie, der Unfallchirurgie und Orthopädie, der Handchirurgie und insbesondere auch der Intensivmedizin und Schmerztherapie bearbeitet werden. Die Methoden stehen sowohl in der Akutdiagnostik als auch für die Verlaufskontrolle und im Gutachtenwesen zur Verfügung.

 Angiographie

Angiographische Untersuchungen dienen der Darstellung der Blutgefäße nach Applikation von Kontrastmitteln. Sie sind die Methodik der Wahl sowohl in der traumatologischen Akutdiagnostik als auch für rekonstruktive Verfahren der Plastischen Chirurgie, der Viszeralchirurgie und bei Gefäßerkrankungen in der Neurochirurgie.

Am Bergmannstrost steht eine biplane flachdetektorbasierte Angiographieanlage zur Verfügung, die als Hybrid-OP benutzt werden kann. Dies bedeutet, dass angiographisch-interventionellen Verfahren mit operativen Eingriffen kombiniert werden können. Sowohl im Einzeleinsatz als auch als Hybrid-OP ist die „Angiosuite“ an den BG Kliniken Bergmannstrost eine der modernsten Anlagen in Deutschland.

Sie ermöglicht farbassoziierte dreidimensionale Darstellungen zur besseren Visualisierung krankhafter Gefäßausstülpungen, deren Therapiemöglichkeiten und insbesondere der Verlaufskontrolle entsprechender interventioneller Verfahren.

 Sonographie

Ultraschalluntersuchungen stellen das weitverbreitetste bildgebende Diagnostikverfahren dar, zu dessen klassischen Einsatzgebieten die Oberbauchdiagnostik gehört. Daneben nehmen die Ultraschallverfahren für Gefäßdiagnostik und insbesondere Gelenkdiagnostik auch kleinster Gelenke - wie sie beispielweise an der Hand vorkommen - einen hohen Stellenwert ein.
Die Hauptschwerpunkte der Ultraschalluntersuchungen am Bergmannstrost sind 

  • Gefäßdarstellungen an Hals-, Bauch-, Bein- und Handgefäßen
  • das Monitoring von lappenplastischen Rekonstruktionen
  • Sehnen- und Gelenkdarstellungen
  • Schilddrüsenbefunde
  • Oberbauchsonographie

Dazu werden fünf High-End-Ultraschallgeräte in Sonographielaboren vorgehalten. Die Geräte werden interdisziplinär von den Fachdisziplinen des Hauses gemeinsam genutzt.

 Durchleuchtung

Neben den klassischen projektionsradiographischen Verfahren, die in der Regel statische Bildinformationen präsentieren, können mittels der Durchleuchtung auch Funktionsuntersuchungen durchgeführt werden. Dies ist für den Gastrointestinaltrakt, für Bewegungsanalysen bei Gelenken und für die Wirbelsäule von besonderer Bedeutung. Ein flachdetektorbasiertes bildgebendes System für die Durchleuchtung ergänzt die Projektionsradiographie.

  Kommissarischer Chefarzt

Dr. med. Ingmar Kaden

Sekretariat :
Marie Becker

  0345 132 - 61 84   0345 132 - 61 86 ingmar.kaden@bergmannstrost.de

  Anmeldung für Patienten

Mo-Fr 7.30-17.30 Uhr

Ramona Lehmann
Gajaneh Boggasch
Sindy Westphal
Jana Schröder-Bach

  0345 132 - 61 80