Indikationsprüfung für neue Exoprothesen-Passteile

Die orthopädietechnische Versorgung Amputierter hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Aufgrund der heute zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten gelingt es, den Verlust der Extremität immer besser zu kompensieren. Allerdings führt dieser Fortschritt zu einem erheblichen Kostenanstieg bei der exoprothetischen Versorgung.
Parallel zu den technischen Fortschritten steigt auch die Erwartungshaltung der Betroffenen. Insbesondere die Entwicklung mikroprozessorgesteuerter Knie- und Sprunggelenkspassteile  ermöglicht eine verbesserte Sicherheit und Funktionalität, auf den Versicherte einen Anspruch haben.

Die medizinische Notwendigkeit für ein solches Hilfsmittel besteht, wenn eine gleiche oder bessere Funktion nicht im gleichen Umfang mit einem kostengünstigeren und zumindest gleich geeigneten Hilfsmittel erreicht werden kann. Die Feststellung der Notwendigkeit einer teureren und fraglich besseren exoprothetischen Versorgung ist häufig nicht einfach.
Verschiedene Kriterien können zur Bewertung herangezogen werden. Dabei sind die klinische Beobachtung bzw. die subjektive Einschätzung des Versicherten ein Bestandteil der Entscheidungsfindung. Objektivierbare klinische Austestungen und Messungen mit Gang- und Videoanalyse sind erforderlich, um die Indikationsstellung zur Neuversorgung nachvollziehbar zu begründen.

Das BG Klinikum Bergmannstrost bietet Kostenträgern und Versicherungen, aber auch Versicherten und Gerichten, eine sachlich fundierte Aussage hinsichtlich der medizinischen Notwendigkeit einer Versorgung mit neuen Exoprothesenpassteilen, die auf jahrelanger Erfahrung, standardisierten Testverfahren und objektiven Versuchsergebnissen basiert.

  Ansprechpartner

Dr. med. Klaus Fischer, Klinikdirektor

Klinik für Physikalische und Rehabilitative Medizin

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Kathrin Hanl

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